Bautzener Akademie spricht über Fischwirtschaft und das Biosphärenreservat

Am Montag, dem 6. März 2020, findet 18.00 Uhr im Hörsaal der Staatlichen Studienakademie, Löbauer Straße 1, die nächste Vorlesung der Reihe „Bautzener Akademie“ statt. Referent ist der Leiter des Fischerei-Referats im Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Herr Dr. Gert Füllner. Er geht der Frage nach „Wie funktioniert die Oberlausitzer Karpfenwirtschaft und welche Rolle spielt das Biosphärenreservat?“. Dabei handelt es sich um ein Wunschthema aus den Reihen der Stammzuhörer der Vorlesungsreihe.

Der berufene Referent geht in seinem Vortrag auf die Entstehung der Karpfenteichwirtschaft in Mitteleuropa und die Bedeutung speziell in der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ein. Dabei thematisiert er aktuelle Probleme und spricht über Zukunftskonzepte.

Dr. Gert Füllner wurde 1958 in Weißenberg geboren. Sein Interesse an den Fischen begann über das Angeln und die Aquaristik. Den ersten Kontakt zur Berufsfischerei bekam er während des Wissenschaftlich-Praktischen Unterrichts in seiner Schulzeit an der Erweiterten Oberschule, den er im Fischgesundheitsdienst in Königswartha absolvierte. 1976 war er als Teicharbeiter in der Teichwirtschaft Guttau angestellt.

Nach dem Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin begann er 1983 seine Tätigkeit als Mitarbeiter des Fischgesundheitsdienstes des VEB Binnenfischerei Königswartha, ab 1984 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Zweigstelle für Karpfenteichwirtschaft des Instituts für Binnenfischerei Berlin-Friedrichshagen. 1991 berief man ihn zum Referatsleiter Fischerei in der neu gegründeten Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Seit dieser Zeit hat er diese Funktion inne.

Das Referat Fischerei ist Fischereibehörde für den Freistaat Sachsen und damit für mehr als 75.000 Angler im Freistaat zuständig. Hier findet die Aus- und Fortbildung von Fischwirten der neuen Bundesländer und Fischwirtschaftsmeistern aus dem gesamten Bundesgebiet statt. Darüber hinaus werden Projekte der angewandten Forschung bearbeitet, die aktuelle Fragen und Probleme der Berufs- und Angelfischerei im Freistaat Sachsen aufgreifen. Schwerpunkte der Arbeit sind die Karpfenteichwirtschaft, die Wiederansiedlung des Atlantischen Lachses in der Elbe und ihren Nebengewässern, die Entwicklung von Konzepten zur fischereilichen Bewirtschaftung der Bergbaufolgeseen im Freistaat aber auch Fragen der Vermarktung und der Produktqualität.

Dr. Gert Füllner arbeitet in nationalen Fachgremien der Fischerei mit und war von 1997 bis 2017 Dozent an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Autor zahlreicher Fachpublikationen in verschiedenen Gebieten der Fischerei.

Mit dem Vortrag endet das Wintersemester 2019/2020 der „Bautzener Akademie“. Parallel beginnen die Vorbereitungen für das inzwischen 16. Semester, das voraussichtlich im November 2020 beginnt.

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