Offener Brief von David Vandeven an die vernunftgebundene Mitte unserer Gesellschaft

– Eine schallende Abrechnung mit dem moralischen Kursverfall unter Friedrich Merz –


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wir leben in einer Zeit, in der Begriffe wie Würde, Moral und Gewissen nicht mehr als selbstverständlich gelten. Begriffe, die einst das Rückgrat einer freiheitlichen, von Vernunft und Menschlichkeit geprägten Ordnung bildeten. Heute erleben wir: Diese Grundwerte werden systematisch ausgehöhlt – von Politikern, die den Bezug zur Verantwortung längst verloren haben.

Und deshalb wende ich mich heute an Sie – als Journalist, als Bürger und als einer, der nicht länger schweigen will.

Denn es ist ein Punkt erreicht, an dem sich jeder mit Haltung fragen muss: Wie weit soll das noch gehen?


Ein moralischer Dammbruch

Am 9. Juli 2025 erklärte Friedrich Merz im Deutschen Bundestag, dass er es mit seinem Gewissen vereinbaren könne, eine Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht zu unterstützen, die einem ungeborenen Kind im neunten Schwangerschaftsmonat die Menschenwürde abspricht.

Ein Kind in der 37. Schwangerschaftswoche ist vollständig entwickelt. Es träumt, es spürt Berührungen, es hat Reaktionen – es ist ein lebender Mensch, der in vielen Kliniken täglich das Licht der Welt erblickt.

Die Aussage, einem solchen Wesen die Menschenwürde abzusprechen, ist nicht nur ein medizinischer und ethischer Irrsinn – sie ist ein Frontalangriff auf Artikel 1 unseres Grundgesetzes:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Dieser Satz steht ohne Einschränkung da. Er kennt keine Vorbedingungen, keine Entwicklungsstufen, kein „erst ab Geburt“. Wer diesen Satz relativiert, der verlässt den Boden der Verfassung – und der Menschlichkeit.


Friedrich Merz – das Ende des bürgerlichen Gewissens

Friedrich Merz hat sich längst vom bürgerlich-konservativen Wertefundament verabschiedet. Einst als Hoffnungsträger gefeiert, entpuppte er sich als politischer Wendehals, der Wahlversprechen bereits am Tag nach seiner Wahl ignorierte und gebrochen hat. Ob Steuerpolitik, Migration, Rundfunk oder gesellschaftliche Leitbilder – Merz sagt heute das eine, morgen das Gegenteil. Und wenn er widersprochen wird, setzt er seine Rhetorik ein wie ein Schleier – um Lüge als Strategie zu tarnen.

Es ist ein Täuschungsmanöver. Ein Lügennetz. Und es hat System.

Doch mit seiner Zustimmung zu einer Richterwahl, die das ungeborene Leben entrechtet, ist eine Grenze überschritten. Dies ist kein politischer Fehler – dies ist ein ethischer Offenbarungseid.

Mehr noch: Mit dieser Handlung macht sich Merz zum politischen Erfüllungsgehilfen einer zutiefst verkommenen, entmenschlichten linken Morallogik, die das Lebensrecht zur Verhandlungssache degradiert. Er biedert sich jener ideologischen Linksliberalität an, die den Begriff der Menschenwürde instrumentalisiert, beliebig verschiebt und an Bedingungen knüpft, die jedem sittlich geprägten Menschen widerstreben müssen.

Und wer sich einer solchen Moral anbiedert, übernimmt sie – mit allen Konsequenzen.

Friedrich Merz macht sich nicht nur gemein mit dieser Haltung, er trägt sie in das Herz einer Partei, die einst für Lebensschutz, Gewissensethik und menschliche Verantwortung stand. Damit verleugnet er nicht nur das konservative Fundament – er beschädigt aktiv die moralische Substanz der Union.


Der große Verrat an der bürgerlichen Mitte

Was wir erleben, ist kein isoliertes Versagen eines Einzelnen. Es ist das Weiterwirken eines Verrats, der unter Angela Merkel begann, sich über 16 Jahre Kanzlerschaft fest in der DNA der Union eingebrannt hat – und der nun unter Friedrich Merz unverhohlen und entschlossen fortgeführt wird.

Merkels Amtszeit war geprägt von einer schleichenden Entkernung der CDU – von der Preisgabe konservativer Positionen zugunsten eines linksliberalen Kurswechsels, der unter dem Deckmantel der „Mitte“ alle Werte verschob: vom Familienbild über die Migrationspolitik bis hin zur wirtschaftspolitischen Orientierung.

Doch was Angela Merkel durch strategische Ambiguität einleitete, führt Friedrich Merz nun offen und ideologisch willfährig weiter.
Was einst noch verschleiert war, tritt heute mit eiskalter Klarheit zutage: ein gefährlicher Linkskurs, gespeist von gefährlichen Ideologien, die auf kultureller Entwurzelung, Identitätsauflösung und moralischer Beliebigkeit beruhen.

Die bürgerliche Mitte, die jahrzehntelang die Stabilität der Republik getragen hat, wird von ihrer einstigen politischen Heimat verraten – offen, unerschrocken und skrupellos.
Und dieser Verrat ist nicht länger zu kaschieren – er ist zur offenen Agenda geworden.


Der Kanzler schweigt – und das sagt alles

Noch schwerer wiegt das Schweigen des Kanzlers. Keine Distanzierung, kein Wort, keine Haltung.

Wer angesichts eines derart menschenverachtenden Gedankens schweigt, macht sich nicht neutral – er macht sich mitschuldig. Das ist das Gegenteil von Führung. Das ist das Verstummen einer Republik vor der Aushöhlung ihres eigenen Wertekerns.


Ein Appell an die Vernunft – an uns alle

Ich wende mich an alle Menschen in diesem Land, die noch einen klaren moralischen Kompass besitzen:

Fragen Sie Ihre Abgeordneten: Tragen Sie diesen Kurs mit?

Sprechen Sie es aus – im Freundeskreis, in der Familie, in der Öffentlichkeit.

Schweigen Sie nicht – denn Schweigen schützt nicht das Gute, es schützt den Zerfall.


Ein Appell an die Mitglieder der Union

An die bürgerlichen, konservativen Abgeordneten der CDU/CSU:

Widersprechen Sie.

Verlassen Sie die Fraktionsdisziplin, wenn sie zur moralischen Selbstaufgabe wird.

Retten Sie das, was Ihre Partei einmal war – oder gehen Sie, wenn es das nicht mehr gibt.

Wenn Friedrich Merz stehen bleibt, dann fällt etwas anderes: das Vertrauen der Bürger. Und das lässt sich nicht durch Rhetorik zurückgewinnen.


Schlusswort

Es geht hier nicht um Ideologie. Es geht um die Frage, ob wir als Gesellschaft bereit sind, die Unantastbarkeit der Menschenwürde erneut zur Verhandlung zu stellen. Wenn wir heute nicht die Stimme erheben, wird morgen die Grenze weiter verschoben. Und dann wird aus Missachtung Gesetz – und aus Gewissen Beliebigkeit.

Das darf nicht geschehen.

Mit Klarheit und Verantwortung –
Ihr David Vandeven
Journalist, Ostsachsen TV

Discover

Sponsor

spot_imgspot_img

Latest

Veranstaltungsankündigung Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft Februar 2020

Veranstaltungsankündigung Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft Februar 2020 Möchtest du in den Ferien Natur erleben, künstlerisch aktiv sein und etwas für den Artenschutz tun? Die...

Aus Holz wird Kunst

Manchmal wird aus einem Stück Holz Kunst.So geschehen dieses Wochenende in EibauDanke Uwe Heinrich für die wunderschönen Bilder und Impressionen aus der Oberlausitz

Zeit der Wende

Friedrich Schiller Zeit der Wende️️ Dieses ist die Zeit der Wende,nun zählt Klarheit, Kraft und Mut.Viele Herzen, viele Händevoller Sanftheit und voll Wut. Du bestimmstund...

Semperoperball 2020

Markus Lankers war für euch vor Ort