Entweder sie durften nicht oder sie konnten nicht. Mal war Sie zu alt oder Er zu jung oder andersherum, auf jeden Fall funktionierte es in den vergangenen Jahren mit der Schneeeulennachzucht im Görlitzer Tierpark nicht.

In diesem Jahr waren die Voraussetzungen deutlich besser und so schlüpfte nach einer etwa vierwöchigen Brutzeit ein Küken, das von beiden Eltern vorbildlich versorgt wird.

Innerhalb der ersten sechs Lebenswochen ist aus dem grauen Küken-Knäuel mit seinem markant durchdringenden Blick der bernsteinfarbenen Augen schnell eine stattliche Jungeule geworden.

„Wer aber nun einen schneeweißen Jungvogel in der Voliere erwartet, der wird enttäuscht sein, denn junge und erwachsene weibliche Schneeeulen tragen ein weiß-schwarz gebändertes Federkleid, welches sie besser vor potenziellen Feinden schützt. Nur erwachsene Männchen bilden das namensgebende reinweiße Gefieder aus“, erklärt Tierpark-Kuratorin Catrin Hammer.

Seit 2017 ist die Schneeeule auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „gefährdet“ eingestuft, denn die Zahl freilebender Schneeeulen sinkt kontinuierlich. Grund ist das Auftauen der Permafrostböden ihrer Verbreitungsgebiete. Das verändert das ganze Ökosystem ihrer Brutgebiete, was die die tagaktive Schneeeule zu einem klassischen Verlierer des Klimawandels macht.

Auszubildende Antonia Kolar nach Beringung und Gesundheitscheck der jungen Schneeeule

Foto: www.zoo-goerlitz.de, C.Hammer

Ansprechpartner:

Catrin Hammer

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