FAUCI SCHWEIGT – RAND PAUL ERÖFFNET DIE ABRECHNUNG MIT DEM CORONA-MACHTAPPARAT

 

 

BIDENS BEGNADIGUNG LÖSCHT KEINE SCHULD: DER US-SENAT FOLGT GELD, AKTEN UND WIDERSPRÜCHEN BIS NACH WUHAN

29. Juli 2026   Kommentar und Dokumentation zur heutigen Vorladung von Anthony Fauci – von Andreas Manousos

Lesezeit: etwa 28 Minuten

Anthony Fauci musste vorgeladen werden. Am heutigen Mittwochmorgen, dem 29. Juli 2026, saß der frühere Direktor des mächtigen US-Instituts NIAID im Sitzungssaal SD-342 des Dirksen Senate Office Building. Vor ihm saß Senator Rand Paul, Arzt, Republikaner und Vorsitzender des Heimatschutz- und Regierungsausschusses des US-Senats. Fauci verfügte über eine weitreichende Begnadigung Joe Bidens, die mögliche Bundesdelikte aus mehr als zehn Amtsjahren rückwirkend erfasst. Der Ausschuss verfügte über Akten, E-Mails, interne Nachrichten und dokumentierte Finanzierungswege. Der Mann, der während der Pandemie nahezu täglich Antworten für die ganze Welt beanspruchte, verweigerte nun die Auskunft. Fünfzehnmal berief er sich auf den fünften Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung und damit auf das Recht, sich nicht selbst belasten zu müssen.

Rand Pauls Eröffnungsrede war eine konzentrierte parlamentarische Anklage. Der Ausschussvorsitzende will die politische, institutionelle und strafrechtliche Verantwortung für die Corona-Jahre klären. Seine Rede zeichnet eine zusammenhängende Entwicklung nach: riskante Forschung, amerikanische Finanzierung, mangelhafte Kontrolle, Interessenkonflikte bei der Ursprungsdebatte, der auffällige Wechsel von privaten Zweifeln zu öffentlicher Gewissheit, die Rechtfertigung beispielloser Grundrechtseingriffe und der verdächtige Umgang mit amtlichen Unterlagen.

Die Anhörung trug den offenen Titel „Testimony of Anthony Fauci“. Fauci war der einzige Zeuge der ersten Runde. Damit stand seine gesamte Rolle im Mittelpunkt: seine Tätigkeit als NIAID-Direktor, seine Verantwortung für die Vergabe von Forschungsgeldern, seine jahrzehntelange Verteidigung riskanter Virusforschung, seine Mitarbeit in den Corona-Arbeitsgruppen des Weißen Hauses und seine Macht als öffentlicher Wortführer der Pandemiepolitik.

Die Schuldfrage reicht weiter als die juristische Frage, ob bereits ein rechtskräftiges Urteil vorliegt. Ein Strafgericht prüft Tatbestände, Zuständigkeiten, Fristen, Vorsatzformen und die Verwertbarkeit einzelner Beweise. Eine parlamentarische und journalistische Untersuchung rekonstruiert den gesamten Vorgang. Sie fragt, wer welche Kenntnisse besaß, wer Forschungen finanzierte, wer Risiken kannte, wer seine Aufsichtspflichten verletzte, wer interne Unsicherheit öffentlich als Gewissheit verkaufte und wer ein persönliches oder institutionelles Interesse an einer bestimmten Ursprungserzählung hatte.

Die zugänglichen Akten widerlegen die Erzählung von einer rein selbstlosen und vollständig transparenten Pandemieführung. Amerikanische Bundesmittel gelangten über die EcoHealth Alliance an das Wuhan Institute of Virology. Das Kontrollsystem versagte nach den Feststellungen der amerikanischen Prüfbehörde HHS-OIG. EcoHealth reichte einen entscheidenden Fortschrittsbericht fast zwei Jahre verspätet ein. Das NIH verfolgte dessen Ausbleiben nicht ordnungsgemäß. Bei der späteren Prüfung stellte sich heraus, dass in den Experimenten ein Virus mit deutlich verstärktem Wachstum entstanden war.

Bereits 2015 hatten Ralph Baric, Shi Zhengli und ihre Mitarbeiter ein chimäres Coronavirus hergestellt. Sie verbanden das Spikeprotein eines Fledermausvirus mit einem SARS-Virus-Rückgrat. Das Ergebnis konnte menschliche Atemwegszellen infizieren. Die Arbeit nennt NIAID-Fördermittel. Fauci und seine Behörde bestritten später, dass es sich um Gain-of-function-Forschung gehandelt habe. Diese Verteidigung beruhte auf einer behördlich verengten Definition, die den tatsächlichen Charakter der Experimente verschleierte.

Die entscheidende Frage lautet: Wurde ein Virus durch ein Experiment mit neuen oder verstärkten Eigenschaften ausgestattet? Konnte es menschliche Zellen leichter erreichen oder sich in bestimmten Modellen stärker vermehren? War diese Arbeit gefährlich? War es verantwortbar, sie in einem ausländischen Labor durchzuführen, das der amerikanischen Kontrolle weitgehend entzogen war? Rand Paul stellte genau diese Fragen. Die Wortklauberei um eine verwaltungsinterne Definition dient der nachträglichen Entlastung der Verantwortlichen.

Hinzu kommt der DEFUSE-Antrag aus dem Jahr 2018. Das von EcoHealth Alliance geführte Konsortium schlug unter Beteiligung von Peter Daszak, Ralph Baric, Shi Zhengli und weiteren Forschern Arbeiten an neuartigen Fledermaus-Coronaviren vor. Das Vorhaben umfasste die Einführung proteolytischer Spaltstellen. Die DARPA finanzierte den Antrag nicht. SARS-CoV-2 wies später eine für diese Virusgruppe auffällige Furin-Spaltstelle auf. Diese Übereinstimmung besitzt erhebliche Beweiskraft und gehört zum Kern jeder ernsthaften Untersuchung des Virusursprungs.

Die neueren Ausschussunterlagen verschärfen den Verdacht. In einem im April 2026 geführten und im Juli veröffentlichten Interview bestätigte Ralph Baric nach Darstellung des Ausschusses, dass die im DEFUSE-Konzept vorgesehene Einführung einer Furin-Spaltstelle in ein Virus-Rückgrat zu seinem Arbeitsteil gehört hätte. Der Bericht enthält außerdem schwerwiegende Aussagen zu verschwundenen NIH-Prüfunterlagen, zu Barics Teilnahme an der Telefonkonferenz vom 1. Februar 2020 und zu früheren Experimenten, welche die zentralen Annahmen des späteren „Proximal Origin“-Papiers erschüttern.

Die Laborhypothese wurde über Jahre als Verschwörungstheorie diffamiert. Die inzwischen vorliegenden Dokumente zeigen, dass führende Wissenschaftler und Behördenvertreter sie intern von Anfang an ernst nahmen. Sie prüften sofort eine mögliche Verbindung zu den eigenen Forschungsgeldern. Diese Reaktion belegt ihr Wissen um die Brisanz der Arbeiten in Wuhan.

Genau hier liegt der Interessenkonflikt, den Rand Paul beschreibt. Fauci betrachtete die Ursprungsfrage aus der Position eines Behördenleiters, dessen Institut die einschlägige Forschung finanziell unterstützt hatte. Er verteidigte Gain-of-function-Experimente über Jahre. Anfang Februar 2020 ließ er prüfen, ob die verdächtigen Forschungsrichtungen mit den eigenen Fördermitteln verbunden waren. Gleichzeitig nahm er an den frühen Gesprächen teil, aus denen wenige Wochen später das einflussreiche Papier „The Proximal Origin of SARS-CoV-2“ hervorging.

Die Autoren dieses Papiers erklärten öffentlich, die Genomanalyse spreche gegen ein Laborkonstrukt und gegen eine gezielte Manipulation. Interne Slack-Nachrichten zeigen nach Darstellung des Senatsausschusses, dass mehrere Autoren auch nach der Veröffentlichung weiterhin erhebliche Wahrscheinlichkeiten für einen Laborursprung diskutierten. Der entscheidende Punkt liegt in der Diskrepanz zwischen interner Einschätzung und öffentlicher Darstellung. Das Papier wurde anschließend von der Regierung, den Medien und Fauci selbst als angebliche Widerlegung des Laborursprungs verwendet.

Eine Änderung der wissenschaftlichen Einschätzung verlangt eine nachvollziehbare Begründung. Die Autoren legten ihren Positionswechsel nicht offen. Die ursprünglichen Zweifel verschwanden aus der öffentlichen Darstellung. Beteiligte Regierungsbeamte verschwiegen ihre eigene Rolle. Das Ergebnis diente anschließend dazu, Kritiker aus dem öffentlichen Diskurs zu drängen. Hier wurde wissenschaftliche Unsicherheit in ein politisch verwertbares Dogma umgewandelt.

Der noch fehlende unmittelbare Vorläufervirus beseitigt die vorhandenen Beweise und Indizien nicht. Das Office of the Director of National Intelligence stellte fest, dass ein natürlicher Übersprung und ein forschungsbezogener Vorfall als Möglichkeiten bestanden. FBI, CIA und Energieministerium entwickelten Einschätzungen zugunsten eines Laborereignisses. Die Weltgesundheitsorganisation räumte 2025 ein, dass China entscheidende Daten weiterhin zurückhält. Die frühere Behauptung, ein Laborursprung sei wissenschaftlich erledigt, ist zusammengebrochen.

Für die Schuldfrage ist ein zweiter Komplex entscheidend: die Pandemiepolitik selbst. Faucis Autorität bildete eine der wichtigsten Voraussetzungen für Schulschließungen, Lockdowns, Reisebeschränkungen und berufliche Impfmandate. Seine Aussagen wurden von Gouverneuren, Bürgermeistern, Schulbehörden, Unternehmen, Universitäten, Medien und Internetplattformen als wissenschaftliche Legitimation verwendet. Seine eigenen Aufzeichnungen über Gespräche mit New York und Kalifornien dokumentieren seinen unmittelbaren Einfluss.

Politische Macht besteht aus Einfluss, Deutungshoheit und der Fähigkeit, Entscheidungen anderer herbeizuführen. Fauci lieferte die wissenschaftliche Begründung für Eingriffe, diskreditierte Gegenpositionen und präsentierte seine Empfehlungen als verbindliche Wissenschaft. Damit trägt er Verantwortung für die absehbare Verwendung seiner Autorität. Präsidenten, Gouverneure, Bürgermeister, Minister, Behörden und Unternehmen tragen ihre eigene Verantwortung zusätzlich.

Die Schäden reichen weit über die unmittelbar an COVID-19 Verstorbenen hinaus. Kinder verloren Bildungsjahre. Patienten verschoben Krebsfrüherkennung, Operationen und andere Behandlungen. Alte und Sterbende blieben von ihren Familien getrennt. Unternehmen wurden vernichtet. Arbeitnehmer standen vor der Wahl zwischen ihrer beruflichen Existenz und einem medizinischen Eingriff. Menschen erlitten schwere gesundheitliche Schäden. Die Verantwortlichen behandelten diese Folgen über Jahre als hinnehmbaren Preis ihrer Politik.

Eine vollständige Aufarbeitung muss die Tatbeiträge der einzelnen Beteiligten erfassen. Sie muss klären, wer Warnungen kannte, wer sie unterdrückte, wer Risiken bewusst einging, wer die Öffentlichkeit täuschte, wer wirtschaftliche und institutionelle Interessen verfolgte, wer Zwang anordnete und wer an der Vernichtung oder Zurückhaltung von Unterlagen beteiligt war.

Die bisherigen Unterlagen rechtfertigen tiefes Misstrauen gegenüber den Absichten und Entscheidungen der führenden Akteure. Wer eine solche Macht ausübt und eine derartige Schadensbilanz hinterlässt, muss seine Entscheidungen vollständig offenlegen. Die Beweislast für Transparenz liegt bei den Verantwortlichen.

 

Trumps und Kennedys Kinderimpfstoff-Offensive gehört in denselben politischen Zusammenhang

Die amerikanische Kehrtwende erfasst inzwischen auch den Kinderimpfplan, medizinische Mandate und den Umgang mit chronischen Erkrankungen von Kindern. Präsident Donald Trump und Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. stellen die bisherige Impfpolitik grundlegend auf den Prüfstand.

Die viel verbreiteten Aufnahmen, auf denen Trump gemeinsam mit Kennedy über Kinderimpfungen, Autismus, MMR und Hepatitis B spricht, stammen vom 22. September 2025. Am 28. Juli 2026 wurde bekannt, dass Trump Kennedy zu weitergehenden Änderungen am Kinderimpfplan und zu einer intensiveren Untersuchung möglicher Zusammenhänge zwischen Impfungen und Autismus drängt. Bereits am 29. Mai 2026 hatte Trump per Executive Order eine Überprüfung und internationale Neuausrichtung der amerikanischen Kinderimpfempfehlungen angeordnet.

Trump kritisierte die frühe, kombinierte und eng aufeinanderfolgende Verabreichung zahlreicher Impfstoffe an Kleinkinder. Er verlangte größere zeitliche Abstände, eine Verteilung auf mehrere Arztbesuche, die Auftrennung des MMR-Kombinationsimpfstoffs und eine deutlich spätere Hepatitis-B-Impfung. Seine Haltung folgt einem einfachen Grundsatz: Der Körper eines Kleinkindes darf keiner unnötigen medizinischen Belastung ausgesetzt werden.

Trump stellte diese Forderungen in den Zusammenhang mit dem starken Anstieg von Autismus, ADHS und anderen chronischen Erkrankungen bei Kindern. Er berichtete von Fällen, in denen Kinder nach einer Impfung hohes Fieber entwickelten und anschließend schwere gesundheitliche Veränderungen zeigten. Robert F. Kennedy Jr. beschäftigt sich seit vielen Jahren mit diesen Fragen und fordert seit Langem unabhängige Untersuchungen, vollständige Rohdaten, transparente Zulassungsverfahren und eine ernsthafte Überprüfung des gesamten Impfplans.

Die bisherige Gesundheitspolitik erklärte den Kinderimpfplan über Jahrzehnte praktisch für unantastbar. Kritische Fragen galten als Angriff auf die Wissenschaft. Eltern, Ärzte und Wissenschaftler, die Zusammenhänge untersuchen wollten, wurden häufig ausgegrenzt. Trump und Kennedy haben diese Schweigemauer durchbrochen.

Ihre Politik folgt dem Vorsorgeprinzip. Bei Kleinkindern haben Sicherheit, Zurückhaltung und eine genaue Prüfung jedes einzelnen Eingriffs Vorrang. Ein medizinischer Nutzen muss für jedes Produkt, jedes Alter und jede Risikogruppe nachgewiesen werden. Die kumulative Belastung zahlreicher Impfungen, ihre Abstände, mögliche Wechselwirkungen, Vorerkrankungen und Langzeitfolgen gehören vollständig untersucht.

Die Verantwortung liegt bei Behörden und Herstellern, die Sicherheit ihrer Produkte lückenlos zu belegen. Eltern schulden staatlichen Stellen keinen blinden Vertrauensvorschuss. Die körperliche Unversehrtheit des Kindes steht über behördlichen Routinen und wirtschaftlichen Interessen.

Weltweit wächst der Widerstand gegen eine Impfpolitik, die jede Kritik als gefährlich behandelt und frühe Mehrfachimpfungen zur medizinischen Selbstverständlichkeit erklärt. Diese Gegenbewegung entstand aus konkreten Erfahrungen, ungeklärten Krankheitsentwicklungen, dokumentierten Impfschäden, fehlenden Langzeitdaten und dem Vertrauensverlust der Corona-Jahre.

Trump und Kennedy reagieren auf diesen Vertrauensverlust mit einer politischen Neuordnung. Sie stellen den Schutz der Kinder in den Mittelpunkt. Sie begrenzen den Einfluss der Pharmaindustrie auf staatliche Empfehlungen und verlangen eine unabhängige wissenschaftliche Kontrolle. Ihre Politik zieht Konsequenzen aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre.

Am 28. Juli 2026 veröffentlichte die Trump-Regierung zusätzlich eine neue ressortübergreifende Richtlinie zur Beendigung staatlich finanzierter gefährlicher Gain-of-function-Forschung. Das HHS kündigte verbindlichere Schutzvorkehrungen und eine grundlegend strengere Aufsicht an. Die republikanische Linie ist klar: riskante Virusforschung begrenzen, Gesundheitsbehörden kontrollieren, Kinderimpfpläne überprüfen, medizinischen Zwang zurückdrängen und die Corona-Akten vollständig öffnen.

Ein Impfplan ist eine medizinische Empfehlung, die ständig auf Sicherheit und Notwendigkeit geprüft werden muss. Eine Gesundheitsbehörde besitzt keine Unfehlbarkeit. Wissenschaft braucht Kontrolle, Transparenz und Widerspruch. Trump und Kennedy haben diese Grundsätze wieder in den Mittelpunkt der amerikanischen Gesundheitspolitik gestellt.

 

Warum Bidens Begnadigung Fauci nicht aus der Geschichte entfernt

Joe Biden erteilte Fauci am 19. Januar 2025 eine volle und bedingungslose Begnadigung für mögliche Bundesdelikte seit dem 1. Januar 2014, soweit diese aus seiner Tätigkeit als NIAID-Direktor, Mitglied der Corona-Arbeitsgruppen oder medizinischer Präsidentenberater hervorgegangen sein könnten. Das Dokument spannt einen außergewöhnlich breiten Schutzschirm über mehr als zehn Jahre amtlicher Tätigkeit.

Die Begnadigung stellt keinen Freispruch dar. Sie widerlegt keine Tat und entkräftet keinen Beweis. Sie vernichtet keine Akten und beendet keine parlamentarische Untersuchung. Sie schützt Fauci vor einer Reihe möglicher strafrechtlicher Folgen auf Bundesebene. Die historische, politische und moralische Schuld bleibt davon unberührt.

Die zeitliche Grenze der Begnadigung liegt am 19. Januar 2025. Spätere Falschaussagen, spätere Aktenmanipulationen und eine spätere Behinderung der Kongressuntersuchung fallen nicht unter diesen Schutz. Faucis Verhalten vor dem Ausschuss am 29. Juli 2026 bildet einen neuen Vorgang.

Rand Paul erklärte nach Faucis fünfzehnfacher Aussageverweigerung, der Ausschuss werde die rechtlichen Folgen prüfen. Paul verwies auf eine mögliche Behinderung der Kongressuntersuchung. Er hatte Faucis frühere Aussagen bereits erneut an das Justizministerium zur Prüfung einer Strafverfolgung überwiesen.

Faucis Berufung auf den fünften Verfassungszusatz zeigt, dass er selbst ein strafrechtliches Risiko erkennt. Ein umfassend begnadigter ehemaliger Spitzenbeamter verweigert Antworten zu seiner damaligen Tätigkeit, weil er eine erneute Strafverfolgung befürchtet. Dieser Vorgang verschärft den Verdacht erheblich.

Die Begnadigung schützt ausschließlich Fauci innerhalb ihres sachlichen und zeitlichen Rahmens. Andere Wissenschaftler, Beamte, Berater, Pharmafunktionäre, Medienverantwortliche und politische Entscheidungsträger bleiben verfolgbar. Neue Taten bleiben verfolgbar. Zivilrechtliche Ansprüche, parlamentarische Feststellungen und die historische Bewertung bleiben ebenfalls möglich.

Der Schutzwall um Fauci weist große Lücken auf. Der Weg zu Ermittlungen, Anklagen und Verurteilungen bleibt offen. Rand Paul hat diesen Weg mit der heutigen Anhörung sichtbar gemacht.

Nachfolgend dokumentiert Ostsachsen TV die vollständige Eröffnungsrede Rand Pauls in deutscher Übersetzung. Der Inhalt der Rede bleibt vollständig erhalten.

 

Hier folgt die wörtliche Eröffnungsrede Rand Pauls, aus dem Englischen nach bestem Wissen und Gewissen übersetzt:

 

„Ich eröffne die Sitzung.

Eine Million Amerikaner starben an COVID-19. Manche Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit bis zu 15 Millionen Menschen an oder infolge von COVID-19 starben.

Öffentlich vertrat Anthony Fauci die Theorie, das Virus sei auf natürlichem Wege entstanden. Privat war ihm jedoch ein Berg von Hinweisen bekannt, die darauf hindeuteten, dass das Virus aus einem Labor stammte.

Das amerikanische Volk verdient Antworten.

Das amerikanische Volk verdient zu erfahren, weshalb das NIAID gefährliche Forschung in einem totalitären Land finanzierte – in einem Labor, das nicht über annehmbare Sicherheitsstandards verfügte.

Die Entscheidung, gefährliche Gain-of-function-Forschung in Wuhan in China zu finanzieren, wird wahrscheinlich als eine der schlimmsten gesundheitspolitischen Entscheidungen in die Geschichte eingehen.

Offen gesagt verdient das amerikanische Volk eine Entschuldigung.

Ich hoffe, dass Dr. Fauci heute endlich reinen Tisch macht, eingesteht, dass es ein Fehler war, gefährliche Forschung in China zu finanzieren, anerkennt, dass die Risiken dieser gefährlichen Forschung jeden denkbaren Nutzen überstiegen, um Vergebung bittet und sich verpflichtet, unserer Regierung beim Aufbau von Schutzmechanismen zu helfen, damit sich eine vom Menschen verursachte Epidemie niemals wiederholt.

Statt sich zu entschuldigen, haben Sie sich über Jahre jeder Verantwortung entzogen.

Zu den Lockdowns erklären Sie, Sie hätten nicht persönlich jede Ausgangsbeschränkung angeordnet, jede Schule geschlossen oder jedes Mandat verfügt. Doch Amtsträger im ganzen Land beriefen sich auf Ihre Autorität, um diese Entscheidungen zu rechtfertigen.

Sie präsentierten Ihre Empfehlungen nicht als Einschätzungen, über die gestritten werden konnte, sondern als Gebote der Wissenschaft selbst.

Ihre eigenen Worte zeigen, dass Ihnen bewusst war, welchen Einfluss Sie ausübten.

Am 14. März 2020 schrieben Sie, die Empfehlungen der Arbeitsgruppe seien von mir, Ihnen, Deb und der CDC vorangetrieben worden.

Am folgenden Tag schrieben Sie, Sie hätten den New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio überzeugt, die Schulen der Stadt zu schließen.

Sie waren also beteiligt.

Noch am selben Abend teilte Ihnen der Stabschef des kalifornischen Gouverneurs Gavin Newsom mit, der Gouverneur habe sich nach einem Ihrer Fernsehauftritte dazu entschlossen, die Schulen, Bars und Restaurants Kaliforniens zu schließen.

Präsidenten, Gouverneure, Bürgermeister, Schulbehörden, Unternehmen und der Kongress tragen Verantwortung für ihre jeweiligen Entscheidungen.

Die COVID-Lockdowns hätten dem Land jedoch niemals in dieser Form auferlegt werden können, wenn Sie nicht dabei geholfen hätten, dieses Verbrechen zu ermöglichen und zu rechtfertigen.

Kinder verloren Jahre ihrer Bildung.

Kleine Unternehmen, die über ein ganzes Arbeitsleben aufgebaut worden waren, verschwanden.

Patienten verschoben Krebsuntersuchungen und andere medizinische Behandlungen.

Familien wurden von ihren sterbenden Angehörigen getrennt.

Arbeitnehmer wurden vor die Wahl gestellt, sich einem medizinischen Eingriff zu unterziehen oder ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

Gottesdienst, Versammlungsfreiheit, Arbeit, Bildung und Reisen wurden im Namen der Wissenschaft eingeschränkt.

Sie haben nicht jede einzelne Einschränkung selbst verhängt. Aber Sie haben Ihre öffentliche Autorität eingesetzt, um diese Einschränkungen zu rechtfertigen.

Während Sie öffentlich zu dem Schluss kamen, COVID sei auf natürlichem Wege entstanden, erzählen Ihre privaten Unterlagen eine andere Geschichte.

Anfang 2020 warnten von Ihnen persönlich ausgewählte Virologen, das Virus erwecke den Eindruck, in einem Labor manipuliert worden zu sein.

Während einer Telefonkonferenz über den Ursprung des Virus hielten alle bis auf zwei Teilnehmer eine gezielte Einfügung für möglich.

Ihre Sorge war keineswegs rein theoretischer Natur.

Noch in derselben Woche leiteten Sie dringende Nachforschungen ein, um festzustellen, ob Ihre eigene Behörde Forschungen finanziert hatte, die mit den nun unter Verdacht geratenen Experimenten zusammenhingen.

Nur wenige Stunden später meldete Ihnen Ihre Mitarbeiterin, dass die Experimente in Wuhan tatsächlich vom NIH geprüft und genehmigt worden waren.

Das waren nicht die Handlungen von Amtsträgern, die einen forschungsbedingten Ursprung für eine absurde Verschwörungstheorie hielten.

Es waren die Handlungen von Amtsträgern, die dringend herausfinden wollten, ob die Finanzierung ihrer eigenen Behörde mit den diskutierten Forschungen und damit möglicherweise mit der Pandemie in Verbindung stand.

Sie konnten weder verbergen, dass Ihre Behörde Forschung in Wuhan finanziert hatte, noch Ihre lange Geschichte als Verteidiger der Gain-of-function-Forschung.

Die einzige verbliebene Möglichkeit bestand darin, zu behaupten, COVID-19 sei nicht aus dem Labor in Wuhan hervorgegangen.

Sie waren kein unbeteiligter Beobachter.

Sie hatten ein institutionelles Interesse daran, dass die Öffentlichkeit glaubte, staatlich finanzierte Forschung habe mit der Pandemie nichts zu tun.

Dieser Interessenkonflikt bestand von Anfang an.

Die Autoren der Arbeit „The Proximal Origin of SARS-CoV-2“ hatten privat erhebliche Zweifel an einem natürlichen Ursprung.

Innerhalb weniger Tage änderten sie jedoch ihre Position. In „Proximal Origin“ schrieben sie anschließend, das Virus sei mit großer Wahrscheinlichkeit kein Laborkonstrukt.

Diese Veröffentlichung wurde danach von der Regierung, den Medien und von Ihnen selbst dazu benutzt, Amerikaner zu diskreditieren, die öffentlich dieselben Fragen stellten, mit denen Sie und die Autoren sich privat beschäftigten.

Sie zitierten „Proximal Origin“ sogar am Rednerpult des Weißen Hauses.

Sie präsentierten die Arbeit als Beleg dafür, dass das Virus nicht technisch hergestellt worden sein könne.

Dabei verschwiegen Sie Ihre eigene Rolle in den Gesprächen, die der Veröffentlichung vorausgingen.

Sie verschwiegen die ursprünglichen Bedenken der Autoren.

Sie erklärten nicht, dass Sie an den vorbereitenden Gesprächen beteiligt waren, den Text vor der Veröffentlichung gelesen und redaktionelle Anmerkungen abgegeben hatten – noch bevor Sie ihn anschließend als Beleg gegen einen Laborursprung verwendeten.

Sie legten ebenfalls nicht offen, dass Sie sofort untersuchen ließen, ob eine Finanzierung des NIAID mit den verdächtigen Forschungsarbeiten verbunden sein könnte.

Sie erzählten dem amerikanischen Volk nicht die ganze Geschichte.

Neu veröffentlichte private Nachrichten zeigen, dass die Zweifel der Autoren und anderer Beteiligter auch nach der Veröffentlichung nicht verschwunden waren.

Während das Papier im Weißen Haus als Beleg dafür hochgehalten wurde, dass das Virus nicht aus einem Labor stammen könne, maßen seine Autoren einem Laborursprung intern weiterhin eine erhebliche Wahrscheinlichkeit bei.

In der Öffentlichkeit wurde das eine gesagt – im Privaten etwas anderes.

Einige derselben Wissenschaftler diskutierten darüber, E-Mails zu vermeiden und ihre Kommunikation so zu steuern, dass später nach dem Informationsfreiheitsgesetz angeforderte Unterlagen möglichst wenig preisgaben.

Das Muster ist eindeutig.

Zunächst herrschte intern Alarm.

Danach wurde unverzüglich geprüft, ob das NIAID durch seine Finanzierung selbst betroffen sein könnte.

Es folgte eine schnelle öffentliche Gewissheitserklärung, während die privaten Zweifel fortbestanden.

Anschließend kam es über Jahre zu Widerstand gegen die vollständige Offenlegung.

Die Frage lautet: Warum?

Die einzig logische Antwort ist, dass es Ihnen in erster Linie darum ging, einer eigenen Verantwortlichkeit zu entgehen.

Ihre wichtigste Sorge war es, zu verbergen, dass Sie die Finanzierung dieser gefährlichen Forschung genehmigt hatten.

Ihre Unterstützung der Gain-of-function-Forschung ist umfassend und reicht viele Jahre zurück.

Im Jahr 2011 finanzierte Ihre Behörde das Labor von Ron Fouchier, als dort ein Vogelgrippevirus so verändert wurde, dass es sich über die Luft zwischen Säugetieren verbreiten konnte.

Das war der Wendepunkt. Damals begannen andere Wissenschaftler und Sicherheitsexperten, sich ernsthaft Sorgen zu machen.

Sie finanzierten diese Forschung. Sie setzten sich für sie ein.

Das Biosecurity Board der Bundesregierung empfahl, Einzelheiten dieser Experimente zurückzuhalten, weil die Forschung eine erhebliche Gefahr darstellte.

Es bestand die Sorge, ihre Veröffentlichung könne weltweit zu einer Anleitung für die Herstellung biologischer Waffen werden.

Doch Sie stellten sich auf die Seite der Gain-of-function-Forscher und argumentierten, die Vorteile einer Veröffentlichung überwögen die Risiken bei Weitem.

Sie verteidigten diese Übertragungsexperimente mit dem Vogelgrippevirus als unverzichtbare Forschung.

Sie schrieben, selbst wenn sich ein Wissenschaftler infizieren und dadurch eine Pandemie auslösen sollte, könnten die Vorteile der Gain-of-function-Experimente das Risiko überwiegen.

Im Jahr 2014 begann Ihre Behörde, das NIAID, die Arbeiten an Fledermaus-Coronaviren in Wuhan zu finanzieren.

Im Jahr 2015 veröffentlichten Ralph Baric und die chinesische Wissenschaftlerin Shi Zhengli gemeinsam mit weiteren Forschern eine vom NIAID unterstützte Arbeit.

Sie verbanden das Spikeprotein eines Fledermaus-Coronavirus mit dem Rückgrat eines SARS-Virus.

Das so entstandene neue Virus konnte menschliche Atemwegszellen infizieren.

Es handelte sich um ein neuartiges Virus, das nun menschliche Zellen befallen konnte.

Es gewann Übertragungsfähigkeit.

Es gewann eine Funktion hinzu.

Im Jahr 2018 reichte dieselbe Gruppe von Wissenschaftlern – EcoHealth, Baric, Shi und ihre Mitarbeiter – den sogenannten DEFUSE-Antrag ein.

Dieser sah unter anderem vor, eine Furin-Spaltstelle in ein Coronavirus einzubauen.

Die DARPA lehnte den Antrag als zu gefährlich ab.

Als COVID Anfang Januar 2020 sequenziert wurde, entdeckten Wissenschaftler innerhalb weniger Tage, dass das Virus tatsächlich eine neuartige Furin-Spaltstelle besaß – genau eine solche Struktur, wie sie im DEFUSE-Projekt vorgeschlagen worden war.

Entweder war dies ein außergewöhnlicher Zufall, oder es handelte sich um ein entscheidendes Indiz dafür, dass COVID-19 in China erzeugt worden war.

Damit wurde die Frage nach einem Laborursprung umso berechtigter. Ihre kategorischen öffentlichen Zurückweisungen wurden zugleich unhaltbar.

Am 11. Mai 2021 erklärten Sie vor dem Senat:

„Das NIH hat niemals, wirklich niemals, Gain-of-function-Forschung am Wuhan Institute of Virology finanziert und tut dies auch heute nicht.“

Als ich Ihnen Gelegenheit gab, diese Aussage zu berichtigen oder noch einmal zu überdenken, antworteten Sie, Sie hätten den Kongress niemals belogen.

Anschließend wurde uns erklärt, allein die engste behördliche Definition sei maßgeblich.

Man könne Gain of function so eng definieren, dass diese Forschung angeblich nicht darunterfalle.

Der gesamte gesunde Menschenverstand sollte außer Kraft gesetzt werden.

Die Tatsache, dass Versuchstiere starben und das Virus veränderte Übertragungseigenschaften aufwies, sollte keine Rolle spielen, weil eine technische Definition es Ihnen erlaubte, die Finanzierung abzustreiten.

Doch die entscheidende Frage lautet nicht, wie die Behörde den Begriff zurechtdefinierte.

War diese Forschung gefährlich?

War es eine vernünftige Entscheidung, sie zu finanzieren?

Von Ihrer Position sind Sie bis heute nicht abgerückt.

Sie haben niemals eingestanden, dass die Finanzierung dieser Forschung in China ein Fehler gewesen sein könnte.

Das amerikanische Volk verlangte keine semantische Debatte darüber, was man unter Gain of function verstehen soll.

Die Menschen wollten wissen, ob diese Forschung in Wuhan nach jedem vernünftigen Maßstab gefährlich war.

Sie wollten wissen, ob mit ihren Steuergeldern Experimente finanziert wurden, die Fledermaus-Coronaviren besser dazu befähigten, menschliche Zellen zu infizieren.

Die Antwort lautet: Ja.

Sie wollten wissen, ob das NIAID diese Arbeiten angemessen beaufsichtigte.

Die Antwort lautet: Nein.

Als Sie diese Forschung verteidigten, beschrieben Sie ihren möglichen Nutzen in den weitesten denkbaren Begriffen.

Als der Kongress jedoch Rechenschaft verlangte, versteckten Sie sich hinter der engsten möglichen Definition.

Beides gleichzeitig können Sie nicht beanspruchen.

Auch Ihr Umgang mit amtlichen Unterlagen wirft weitere Fragen auf.

Die Vernichtung amtlicher Bundesunterlagen kann eine Straftat darstellen.

Unsere Untersuchung zeigt jedoch, dass Ihre Mitarbeiterin pflichtbewusst meldete, sie habe „Unmengen“ von E-Mails gelöscht.

Im Jahr 2024 sagten Sie aus, Sie hätten keine amtlichen Unterlagen gelöscht.

Wer sagt die Wahrheit – Sie oder Ihre Mitarbeiterin?

Dem Ausschuss liegen wiederholte Anweisungen von Ihnen vor, in denen Sie Bundesbedienstete aufforderten, Kommunikation zu löschen.

Am 2. Februar 2020, einen Tag nach der Telefonkonferenz zum Ursprung des Virus, schrieben Sie Francis Collins:

„Bitte löschen Sie diese E-Mail, nachdem Sie sie gelesen haben.“

Der Ausschuss bat Sie zunächst um freiwillige Mitwirkung und darum, heute hier zu erscheinen.

Ihr Erscheinen musste durch eine Vorladung erzwungen werden.

Sie sind heute nicht freiwillig hier.

Sie sind heute hier, weil der Ausschuss Ihre Anwesenheit angeordnet hat.

Präsident Biden erteilte Ihnen eine umfassende Begnadigung, die bis in das Jahr 2014 zurückreicht – eine Begnadigung von ähnlicher Reichweite wie jene, die er seinem Sohn Hunter erteilte.

Eine Begnadigung kann jemanden vor strafrechtlicher Verfolgung schützen.

Sie schreibt die Geschichte jedoch nicht um.

Sie löscht keine Dokumente.

Sie verwandelt eine irreführende Aussage nicht in eine wahre Aussage.

Und sie hindert den Kongress nicht daran, festzustellen, was geschehen ist.

Es wird eine weitere Pandemie geben.

Es wird eine weitere Krise geben.

Und erneut wird es Amtsträger geben, die behaupten, Unsicherheit müsse zum angeblichen Schutz der Öffentlichkeit verborgen werden.

Sie werden Gehorsam verlangen.

Sie werden sich auf „die Wissenschaft“ berufen – oder erklären: „Ich bin die Wissenschaft“ –, als handele es sich um ein Gebot, das nicht hinterfragt werden dürfe.

Sie werden behaupten, Regierungsvertreter dürften nicht kontrolliert werden, weil jede kritische Frage das Vertrauen der Öffentlichkeit beschädige.

Sie haben es genau verkehrt herum verstanden.

Geheimhaltung zerstört Vertrauen.

Arroganz zerstört Vertrauen.

Zensur zerstört Vertrauen.

Und die Weigerung, Fehler einzugestehen, zerstört Vertrauen.

Dieser Verlust an Vertrauen könnte Ihr verheerendstes Vermächtnis sein.

Vertrauen kann nicht angeordnet werden.

Es muss verdient werden.

Kein Wissenschaftler steht über kritischer Prüfung.

Kein Regierungsbeamter steht außerhalb jeder Verantwortung.

Und kein Staatsbediensteter hat das Recht, das Leid von Millionen Amerikanern zu einer Fußnote seiner bevorzugten Geschichtsversion zu erklären.

Ich erteile nun Senator Peters das Wort für seine Eröffnungsbemerkungen.“

 

Faucis Schweigen eröffnet die nächste Ermittlungsstufe

Nach Rand Pauls Rede verweigerte Fauci die Beantwortung sämtlicher fünfzehn Fragen. Er berief sich durchgehend auf den fünften Verfassungszusatz. Fauci erklärte damit, dass seine Antworten ein Risiko der Selbstbelastung mit sich bringen könnten. Diese Entscheidung vergrößert die historische Bedeutung der Anhörung.

Fauci warf Rand Paul eine persönliche Kampagne vor. Paul verwies auf die Aussagepflicht eines vorgeladenen Zeugen und kündigte eine Prüfung der Konsequenzen an. Der Ausschuss untersucht, ob Faucis Verhalten eine Behinderung der Kongressarbeit darstellen kann.

Das Gesamtbild besitzt eine zwingende politische Logik. Joe Biden sah sich veranlasst, Fauci vorsorglich für mehr als zehn Jahre möglicher Bundesdelikte zu begnadigen. Fauci erklärte später vor dem Senat, dass Antworten auf Fragen zu seiner Tätigkeit weiterhin strafrechtliche Gefahren für ihn schaffen könnten. Dieser Widerspruch verlangt vollständige Aufklärung.

Die Begnadigung deckt mögliche alte Bundesdelikte innerhalb ihres Wortlauts ab. EcoHealth Alliance, andere Wissenschaftler, Beamte, Berater, Pharmafunktionäre, Medienverantwortliche und politische Entscheidungsträger bleiben davon unberührt. Handlungen nach dem 19. Januar 2025 bleiben verfolgbar. Zivilrechtliche Haftung, parlamentarische Feststellungen und die historische Schuldfrage bestehen fort.

Die Aufarbeitung muss weit über Anthony Fauci hinausgehen. Fauci bildet den sichtbarsten Knotenpunkt eines großen Geflechts. Zu untersuchen sind die Geldgeber, Empfänger, Unterauftragnehmer, Biosicherheitsgremien, Geheimdienste, Autoren zentraler Ursprungspapiere, Zulassungsbehörden, Impfstoffhersteller, politischen Arbeitsgruppen, Medienhäuser und Internetplattformen.

Für jeden Beteiligten muss der persönliche Tatbeitrag festgestellt werden. Einige handelten fahrlässig. Andere kannten die Risiken. Wieder andere verfolgten institutionelle oder wirtschaftliche Interessen. Bei einzelnen Verantwortlichen besteht der Verdacht der bewussten Täuschung, der Unterdrückung von Informationen und der Behinderung späterer Ermittlungen.

Europa sollte diesen Tag aufmerksam verfolgen. Die Verantwortlichen der europäischen Corona-Politik stehen bislang unter dem Schutz derselben Parteien, Behörden und Medien, die ihre Entscheidungen getragen haben. Politische Mehrheiten können sich ändern. Archive, Verträge, E-Mails und die Zeugnisse der Geschädigten bleiben bestehen.

Künftige konservative Regierungen werden die Aufgabe erhalten, Akten zu sichern, Verträge offenzulegen, Zeugen vorzuladen, Interessenkonflikte zu prüfen, Aussagen unter Wahrheitspflicht aufzunehmen und konkrete Verdachtsfälle an unabhängige Staatsanwälte weiterzugeben.

Eine solche Aufarbeitung dient der Wiederherstellung des Rechtsstaates. Die Verantwortlichen müssen nach dem Maß ihrer persönlichen Schuld haften. Beweise sichern die Unterscheidung zwischen Irrtum, Fahrlässigkeit, Vorsatz und organisierter Verschleierung.

Eine vergleichbare Machtkonzentration darf sich niemals wiederholen. Kein Behördenleiter darf zugleich über Forschungsgelder, wissenschaftliche Deutung, Medienkommunikation und politische Beratung verfügen und sich damit jeder wirksamen Kontrolle entziehen.

Eine Regierung darf wissenschaftliche Unsicherheit niemals wieder verbergen und Gehorsam als medizinische Tugend verkaufen.

Kinder, Arbeitnehmer, Kranke und Sterbende dürfen niemals wieder zur Verfügungsmasse einer Politik werden, deren Verantwortliche sich später auf unverbindliche Empfehlungen berufen.

Eine Begnadigung löscht keine Schuld und keine Geschichte.

Rand Paul hat am 29. Juli 2026 den nächsten Abschnitt der Aufarbeitung eröffnet. Seine Rede macht deutlich, dass die republikanische Mehrheit entschlossen ist, die Verantwortlichen, Mittäter und Helfer der Corona-Politik zu ermitteln und vorhandene Strafverfolgungsmöglichkeiten auszuschöpfen.

Fauci schwieg.

Die Akten sprechen.

Die Geschädigten warten auf Gerechtigkeit.

 

Quellenapparat

1. Offizielle Seite des US-Senatsausschusses zur Fauci-Anhörung vom 29. Juli 2026:
https://www.hsgac.senate.gov/hearings/testimony-of-anthony-fauci/

2. Vollständige Videoaufzeichnung der Anhörung bei C-SPAN:
https://www.c-span.org/event/senate-committee/dr-anthony-fauci-testifies-on-the-covid-19-pandemic/445410

3. Reuters-Bericht über Faucis fünfzehnfache Berufung auf den fünften Verfassungszusatz:
https://www.reuters.com/business/healthcare-pharmaceuticals/fauci-face-rand-pauls-us-senate-committee-after-diary-release-2026-07-29/

4. Original der von Joe Biden ausgestellten Begnadigungsurkunde für Anthony Fauci:
https://www.justice.gov/pardon/media/1385746/dl?inline=

5. Senatsausschuss: Dokumente zu Faucis Aufforderungen, amtliche E-Mails zu löschen:
https://www.hsgac.senate.gov/media/reps/chairman-rand-paul-uncovers-new-evidence-of-fauci-deleting-official-records-calls-him-to-testify-before-hsgac/

6. Rand Pauls erneute Überweisung des Falls Fauci an das US-Justizministerium:
https://www.hsgac.senate.gov/media/reps/senator-rand-paul-re-refers-dr-anthony-fauci-to-the-department-of-justice/

7. Offizielle Vorstellung des öffentlichen COVID-Ursprungsarchivs „The Reading Room“:
https://www.hsgac.senate.gov/media/reps/chairman-paul-launches-the-reading-room-a-public-archive-of-the-committees-ongoing-covid-19-origins-investigations/

8. Veröffentlichte Slack-Nachrichten der Autoren von „Proximal Origin“:
https://www.hsgac.senate.gov/media/reps/new-doc-drop-slack-messages-reveal-proximal-origin-authors-privately-doubted-the-science-behind-their-own-paper-coordinated-with-intelligence-community-and-nih/

9. Vollständiges transkribiertes Ausschussinterview mit Coronavirusforscher Ralph Baric:
https://www.paul.senate.gov/wp-content/uploads/2026/07/2026.07.23_UPDATED-FINAL-FINAL_BARIC-TI_Redacted.pdf

10. Prüfbericht des HHS-Inspector-General zur mangelhaften Kontrolle von EcoHealth und Wuhan-Unteraufträgen:
https://oig.hhs.gov/reports/all/2023/the-national-institutes-of-health-and-ecohealth-alliance-did-not-effectively-monitor-awards-and-subawards-resulting-in-missed-opportunities-to-oversee-research-and-other-deficiencies/

11. Wissenschaftliche Originalarbeit von 2015 zum chimären SHC014/SARS-Coronavirus:
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4797993/

12. Originalveröffentlichung „The Proximal Origin of SARS-CoV-2“ in Nature Medicine:
https://www.nature.com/articles/s41591-020-0820-9

13. Faucis Aufsatz von 2012 zur Risiko-Nutzen-Abwägung der H5N1-Gain-of-function-Forschung:
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3484390/

14. Vollständiger DEFUSE-Projektantrag im Dokumentenarchiv:
https://www.documentcloud.org/documents/21066966-defuse-proposal/

15. Freigegebener ODNI-Bericht zu möglichen Verbindungen zwischen dem Wuhan Institute of Virology und der Pandemie:
https://www.dni.gov/files/ODNI/documents/assessments/Report-on-Potential-Links-Between-the-Wuhan-Institute-of-Virology-and-the-Origins-of-COVID-19-20230623.pdf

16. WHO-SAGO-Gesamtbewertung zum Ursprung von SARS-CoV-2 aus dem Jahr 2025:
https://www.who.int/publications/m/item/independent-assessment-of-the-origins-of-sars-cov-2-from-the-scientific-advisory-group-for-the-origins-of-novel-pathogens

17. Vollständiges Transkript des gemeinsamen Trump-Kennedy-Auftritts zu Kinderimpfungen, Autismus und chronischen Erkrankungen:
https://www.presidency.ucsb.edu/documents/remarks-childrens-health-and-exchange-with-reporters

18. Trumps Executive Order vom 29. Mai 2026 zur Überprüfung und Neuausrichtung des Kinderimpfplans:
https://www.whitehouse.gov/presidential-actions/2026/05/realigning-united-states-core-childhood-vaccine-recommendations-with-best-practices-from-peer-developed-countries/

19. Bericht über Trumps Forderung nach weitergehenden Änderungen am Kinderimpfplan:
https://www.wsj.com/politics/policy/trump-rfk-jr-cut-vaccine-children-78582411

20. HHS-Richtlinie vom 28. Juli 2026 zur Beendigung staatlich finanzierter gefährlicher Gain-of-function-Forschung:
https://www.hhs.gov/press-room/stopping-high-risk-life-sciences-research.html

 

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