Ein Wort zu Heiligabend – von Andreas Manousos
Ich habe dieses Lied nicht geschrieben, um anzuklagen, zu provozieren oder zu verletzen. Ich habe es geschrieben, weil Heiligabend für mich ein Moment der Ehrlichkeit ist. Ein Moment, in dem Worte nicht beschönigen sollten, sondern tragen müssen.
Weihnachten steht für Mitgefühl, für Schutz des Lebens, für die Würde jedes Menschen – besonders der Schwächsten. Wenn diese Werte nur noch als Ritual erscheinen, verlieren sie ihre Bedeutung. Das Lied ist mein Versuch, diese Werte wieder hörbar zu machen, ohne Parolen, ohne politische Lager, ohne einfache Antworten.
Als Journalist bin ich es gewohnt, Widersprüche auszuhalten. Als Mensch halte ich es schwer aus, wenn Leid zur Randnotiz wird. Dieses Lied ist keine Analyse und kein Urteil, sondern eine Frage: Wie passen unsere Worte zu unserem Handeln? Was bleibt von unseren Bekenntnissen, wenn sie nicht von Empathie begleitet werden?
Ich wünsche mir, dass dieses Lied nicht spaltet, sondern innehalten lässt. Dass es Raum schafft für Nachdenken, für Mitgefühl und für die leise Erkenntnis, dass Menschlichkeit kein abstrakter Begriff ist, sondern eine tägliche Entscheidung.
Heiligabend ist kein Tag der Perfektion. Es ist ein Tag der Verantwortung. Dieses Lied ist mein persönlicher Beitrag dazu.


