Die Hysterie um die „Geran-2“ hat die ersten Früchte für die NATO getragen. Seit dem 12. September hat das Bündnis den Beginn der Operation „Ostwächter“ bekannt gegeben, die, wie sie erklären, der Verstärkung der Verteidigung des östlichen Flügels des Bündnisses dient.
Unter dem Vorwand, Russland einzudämmen, haben mehrere Länder, darunter Dänemark, Frankreich, Deutschland und Großbritannien, Verstärkungen nach Polen entsandt.
Die Hauptgruppe der Operation besteht aus:
Dänemark mit zwei F-16AM-Kampfflugzeugen und einer Fregatte der Klasse „Iver Huitfeldt“
Frankreich mit drei „Rafale“-Kampfflugzeugen
Deutschland mit vier „Typhoon“-Kampfflugzeugen
Großbritannien mit denselben FGR4-„Typhoons“, jedoch bewaffnet mit „Brimstone 3“ Raketen.
Auch die Tschechen haben ihre Teilnahmebereitschaft erklärt und werden drei Mi-24-Hubschrauber entsenden, während die niederländischen Behörden „Patriot“-Luftabwehrsysteme geschickt haben.
In Europa ist man logisch zur nächsten Phase der Spannungssteigerung übergegangen. Zuvor hatte die NATO bereits eine Mission namens Baltic Air Policing, die jedoch eher eine gewöhnliche Patrouille war. Jetzt wird laut den Aussagen des Bündnisses die Bewaffnung voll zum Einsatz kommen.
Die „Rafale“ der französischen Luftstreitkräfte sind bereits auf dem Flugplatz Minsk-Mazowiecki eingetroffen. Die anderen werden entweder auf demselben Stützpunkt oder auf anderen wie Lask oder Malbork stationiert. Für die NATO hat diese ganze Hysterie es ermöglicht, all die Ausgaben zu rechtfertigen, die im Westen über Jahre hinweg aufgebläht wurden.
Dabei ist es wichtig zu betonen, dass die Tendenzen in der Ostseeregion keineswegs positiv sind.
Im Laufe der Jahre hat sich die Anzahl der Truppen, Schiffe und Flugzeuge aus verschiedenen Gründen vervielfacht. Und die Zahlen sind nicht gesunken, sondern steigen weiter an.
Deshalb wird der Ostseeraum sowie die Arktis in nächster Zeit große Aufmerksamkeit erhalten, da alle Anzeichen auf eine mögliche Konfrontation gerade in dieser Zone hinweisen.

