Der Schmetterlings-Effekt

Vor einigen Tagen hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Freund, in welchem es um die Aktivitäten von Greta Thunberg und Christina von Dreien ging. Diese beiden besonderen Wesen, die uns so vehement an die Verantwortung und das Bewusstsein für unseren Planeten erinnern.

Mein Freund betrachtet das Ganze eher kritisch, denn er ist der Meinung, dass es vielleicht manche Menschen eher dazu animiert, Ihre Verantwortung wieder einmal abzugeben – so nach dem Motto: „Greta wird´s schon richten, also kann ich getrost genau so weiter leben wie bisher.“

Irgendwie hat er schon recht, denn auch ich höre immer wieder die Aussage von Menschen: „Das bringt doch eh nix, wenn ich dies und das mache, denn die Anderen/die Regierung/ etc. ändern ja eh nix.“

Ich dagegen glaube an den Schmetterlings-Effekt und ich will jeden Tag ein Schmetterling sein, der mit seinem Flügelschlag in seiner kleinen Welt etwas bewegt und dadurch den Anstoß für Veränderung gibt. Ich maße mir nicht an die ganze Welt retten zu wollen, doch in meiner kleinen Welt tue ich das Beste was ich tun kann. Dies beginnt mit dem Selbst-Bewusst-Sein und damit, dieses Selbst-Bewusst-Sein auch bei anderen Menschen zu wecken.

Schmetterlings Effekt

Viele Menschen, denen ich in meiner therapeutischen Tätigkeit begegne, klagen über ihr mangelndes Selbst-Bewusst-Sein oder ihr geringes Selbst-Wert-Gefühl. Oft liegt es daran, dass sich diese Menschen viel mehr mit anderen Menschen beschäftigen, als mit sich selbst.

Doch wenn man mit seiner Aufmerksamkeit ständig bei Anderen ist, wie soll man sich dann seiner Selbst bewusst sein? Wie soll man seinen Selbst-Wert erkennen, wenn man ständig danach trachtet die Wertschätzung durch Andere zu bekommen? Wie soll sich ein Selbst-Vertrauen entwickeln, wenn man Anderen und deren Meinung mehr vertraut, als man sich selbst vertraut?

Diese Denkmuster und Verhaltensweisen sind Automatismen, alte Konditionierungen, die wir nun Stück für Stück ablegen dürfen um uns aus dem alten Opferbewusstsein zu befreien und in ein neues Bewusstsein der Schöpferkraft und Selbstverantwortung zu gelangen.

Genau dies ist es, was uns von Menschen wie Greta und Christina unterscheidet, denn sie sind schon von Geburt an in diesem neuen Bewusstsein. Sie sind bereits eine neue „Spezies“ wie ich gerne sage. Für uns „vom alten Schlag“ braucht es Übung, Geduld, Zeit und vor allem Mitgefühl im Umgang mit sich selbst um immer wieder in dieses neue Bewusstsein zu kommen und dort zu verweilen!

Ich bin sehr dankbar für die Zeit, die ich mit Euch jeden Monat verbringen darf. Zeit um uns unserer Selbst-Bewusst zu sein. Zeit um uns aus alten Verstrickungen zu befreien und darunter unseren kostbaren Selbst-Wert zu entdecken, Zeit um gemeinsam in ein neues Bewusstsein zu kommen.

Zeit in der wir alle zu Schmetterlingen werden. Danke für diese kostbare Zeit, die Ihr mir und Euch schenkt!

Abschließen möchte ich mit einem sehr wertvollen Satz von Dr. Dwight McKee, der mich immer wieder zum Reflektieren und Überdenken bringt:

„Wenn das was ich tue jeder tun würde – wäre es dann noch in Ordnung?“

Herzliche Grüße

Lorena Heise

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